Warum rege ich mich auf?

Ich hab‘ Hormone. Schwangerschafts-Hormone, die mich emotionaler werden lassen, als ich sonst so bin. Im „Normalzustand“ kann ich schon nicht besonders gut über den Dingen stehen, aber jetzt… Oh man, jetzt kann ich es selbst kaum mit mir aushalten 🙁

Ich mag es, Menschzen zu helfen. Das ist auch größtenteils das, was meinen Job ausmacht. Das macht mich einfach glücklich, irgendwie definiere ich mich auch darüber. Ich bin ein Helfer-Mensch. Aber leider lege ich oft mein ganzes Herzblut in etwas hinein, versuche besser zu sein, als ich bin, versuche, über mich hinaus zu wachsen und gebe mehr, als ich sollte.

Klar, den anderen kann das egal sein – das ist nicht schlimm, wenn es so ist. Hauptsache, sie wissen, dass ich da bin, um zu helfen. Aber für manche bin ich nur der Blitzableiter. Manche legen jedes Wort negativ aus. Manche wollen immer mehr und mehr und sagen nie ein nettes Wort dabei, denn ich mache ja schließlich nur meinen Job, ich werde ja dafür bezahlt.

Es nervt zwar oft, aber irgendwie schaffe ich es, ‚drüber zu stehen. Nur jetzt eben nicht, wo es doch so wichtig ist, gelassen zu sein. Stress ist doch Gift für das Baby. Warum rege ich mich so auf und warum lasse ich mich von Menschen verletzen, die ich sonst ignorieren kann?

Ich muss etwas machen, aber im Moment weiß ich noch nicht, was das ist. Nichts mehr sehen, hören, sagen? Mich ablenken mit guten Dingen? Meditieren?
Um mit einer positiven Note zu enden:
Erkenntnis ist der erste Schritt.

Zeit für Neues

Da zappelt wieder etwas in mir: eine kleine Motivation, entspannter zu werden. Ich versuche es einfach mal. Ich versuche, mich nicht über Dinge zu ärgern, die ich nicht ändern kann. Ich mache mir keinen Druck, weil ich nicht „produktiv genug“ bin – also, versuchen kann man es ja mal, oder?

Ich muss mir selbst getatten, dass diese Sache soetwas Unproduktives ist, wie Fanfiction lesen 😀

Warum also bloggen oder schreiben? Ich merke, dass es mir hilft, Gedanken zu formen. Ich kann produktiv sein, ohne Unordnung zu machen. Ich kann Selbstgespräche führen, ohne mich mich dabei beobachtet zu fühlen. Na, das stimmt nicht, ich fühle mich schon beobachtet. Vor allem, wenn es um das Thema „Erziehung“ geht. Da kann man ja finden, was man will – irgendwie gibt es immer jemanden, dem da etwas nicht passt 😉 Also werde ich dieses Thema hier einfach aussparen.

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